Sport : Meereslust: 1850 Tage zwischen Himmel und Horizont

Meereslust: 1850 Tage zwischen Himmel und Horizont

EUR 22,00


Fabelhafte und alternative Lebensperspektive! - Das ist eines dieser Bücher, die man nicht in die erstbeste Schublade packen kann. Seglerliteratur? Auf gar keinen Fall. Bernt Lüchtenborg ist auch kein Austeigertyp par excellence. Eine Lebenssituation, von der man immer wieder eher im Zusammenhang eines weiteren Herzinfarktes in den besten Jahren hört, bringt hier wahrhaftig spontanere Lösung. Ein Unternehmer hat an einem gewissen Punkt die Nase voll. Obwohl er kaum segeln kann, trifft er die Entscheidung. Es gibt durchaus Stimmen, die besagen mit einer solchen finanziellen Ausgangslage wäre es mir auch.... Aber das stimmt nicht. Je mehr man selbst aufbaute, je schwieriger wird es, loszulassen. Lüchtenborg, als Quereinsteiger in der Seglergemeinschaft - worum es ihm eigentlich gar nicht geht - befindet sich eben irgendwo zwischen Himmel und Horizont. So real, dass es ihm später, viel später eine respektvolle Anerkennung bringen wird, die höchste Auszeichnung vom Trans-Ocean. Seine Erzählung taucht immer wieder ins Nachdenkliche, manchmal fast schon banal-reale, aber nicht im kitschigen Sinne des Wortes. Wie anders ist die Angst auszudrücken, wenn man sich gerade inmitten einer erzürnten Unendlichkeit befindet. Völlig alleine, auf sich selbst gestellt. Und diese gewisse Stimme haucht einem aus dem Inneren entgegen Das wirst du nicht mehr überstehen. Wie anders wird die gelöste Entspannung genannt, sitze man am Ende der Welt in einem Wasserloch, das für die Badewanne herhalten muss.Das Buch vermittelt gerade eine beruhigende Langsamkeit der Dinge. Die beschriebenen Abenteuer und Ereignisse, dramatische Augenblicke sind zerstreut inmitten einer fünfjährigen Raumzeit. Da sieht es nur so aus, als würde immer wieder etwas passieren. Es ist ein Plädoyer für das Reale unserer Träume, für sinnvolle Augenblicke unseres Daseins. Für etwas, das nach uns eine neblige Erinnerung hinterlässt. Eine Art Mär, die immer wieder erzählt werden kann. Es sind nicht die Bilder - wenige und eher wenig gekonnte - es ist die Sprache, die das Buch ausmacht. So sollte es sein.Eine fabelhafte Lektüre!Leo Walotek-Scheidegger / 4mare.com

tolles Buch - Das Buch von Bernt Lüchtenborg übertrifft die meisten anderen Reisebücher, was die Qualität angeht. Über die verschiedenen aufgesuchten Orte während dieser Reise berichtet er über interessantes Gegenwärtiges , über die verschiedensten Kulturen sowie interessantes Geschichtsträchtiges. Er erzählt von lustigen Erlebnissen aber auch offen über eigene Empfindungen und Ängste. Sein gefühlvolles Umgehen mit bedürftigen Menschen oder Tieren hat uns beim Lesen sehr beeindruckt. Die Quantität liegt auch im oberen Bereich der Messlatte mit 432 Seiten! Interessant und fesselnd bis zur letzten Seite!Unsere Meinung , sehr empfehlenswert!A.u.K.Heger

Es gibt zwei Soten von Menschen - Die erste Sorte:Leute die irgendwann mal um die Welt segeln wollen- sollten dieses Buch unbedingt lesen und aus dem irgendwann wird ein bald, jetzt, so schnell wie möglichDie zweite Sorte:Menschen die nicht um die Welt segeln wollen- sollten dieses Buch unbedingt lesen! Danach sind sie in der ersten Kategorie zu finden...Eines der besten Bücher über diese Thema überhaupt. Lediglich das man schon merkt das hier Geld nicht soo die Rolle spielt stört ein wenig, aber das macht die gewählte Route und deren Beschreibung locker wieder wett...Schön ist die Aktualität. Die meisten Bücher über Weltumseglungen sind schon älter und nicht mehr zeitgemäß. Hier jedoch ist das Ganze grad mal ein paar Jahre her...

Meereslust macht Lust aufs Meer - Ich habe die Buchauszüge in der Zeitschrift Segeln geradezu verschlungen. Sie waren schliesslich der Auslöser, das Buch zu kaufen. Zu Beginn war ich etwas enttäuscht, denn was auf den ersten Blick auffiel, war eine fürchterliche Bleiwüste, die nur sparsam von Bildern aufgelockert wird. Der Autor versteht es aber in einer Art und Weise, die Eindrücke der Reise zu vermitteln, das man nur die Augen zu schliessen braucht und sich seine eigenen Bilder im Kopf machen kann. Beim Lesen hat man das Gefühl, live dabei zu sein. Man hört das Rauschen des Meeres und riecht die salzhaltige Luft. Es wird auch nie langweilig, da Bernt Lüchtenborg ein Meister der Sprache ist, deren Ausdruckskraft unerschöpflich zu sein scheint. Auch die Geschichte, die dahinter steckt, animiert zum Lesen: ein erfolgreicher Geschäftsmann wirft alles hin, befreit sich von all den Zwängen und beschliesst zu sich selbst zu finden. Mittel zum Zweck ist ein Segelboot, das dann für sechs Jahre zur Heimat wird. Für Segler absolute Pflichtlektüre. Achtung Nebenwirkung: Nichtsegler könnten vom Segelvirus befallen werden.

Macht wirklich Lust auf Meer - Obwohl das Buch ein viel Lesestoff bietet, habe ich es geradezu verschlungen. An den Erzählstil muss man sich zwar gewöhnen (ein wenig altmodisch ausschweifend), aber es ist immer spannend und die Vorstellung, daß der Autor alles so erlebt hat, läßt immer wieder die Frage aufkommen: Könnte man selber genauso kompromißlos mit allem Bekannten brechen und den eigenen Weg gehen ?Es macht Lust auf ferne Länder und Abenteuer. Allerdings umschreibt der Autor manche Ereignisse so, daß man ahnen kann, daß nicht alles so schön war, wie es sich liest. Es gab sicherlich oft genügend gefährliche Situationen, die man besser nicht nacherlebt.Vom Stil her gehört das Buch nicht zur Weltliteratur, aber es ist eine Bereicherung für die Segelliteratur und daher unbedingt empfehlenswert für alle, die gerne von fernen Ländern träumen.




Meereslust: 1850 Tage zwischen Himmel und Horizont